Studiengebühren
Die Studiengebühren werden in Belgien getrennt von der Flämischen Gemeinschaft und der Föderation Wallonie-Brüssel geregelt. EU-/EWR-Studierende zahlen einen staatlich festgelegten Grundbeitrag (rund 1.181 Euro in Flandern, 1.194 Euro in der Föderation Wallonie-Brüssel, mit einkommensabhängig ermäßigten Sätzen bis hinunter zu 0 Euro für Stipendiatinnen und Stipendiaten). Nicht-EU-Studierende zahlen deutlich mehr, und die Beträge unterscheiden sich stark nach Hochschule und Studiengang: Flämische Universitäten legen ihre Sätze für Nicht-EWR-Studierende je Programm selbst fest (von rund 2.300 Euro an der Universität Gent bis zu rund 9.500 Euro für ein Standardprogramm an der KU Leuven, an manchen Kunsthochschulen deutlich mehr), während Universitäten der Föderation Wallonie-Brüssel wie die UCLouvain und die ULB auf die Grundgebühr einen festen Zuschlag von 4.175 Euro erheben, sodass nicht befreite Nicht-EU-Studierende insgesamt rund 5.369 Euro pro Jahr zahlen. Angehörige bestimmter Länder und einzelne Studierendengruppen (z. B. Promovierende oder Stipendiatinnen und Stipendiaten) können von der höheren Nicht-EU-Gebühr befreit sein. Die Beträge unterliegen der jährlichen Indexierung. [1] [2] [3] [4] [5]
Visum
Nationales Visum für den längerfristigen Aufenthalt (Visum Typ D), das zu einem Aufenthaltstitel für Studierende mit eingeschränktem Arbeitsmarktzugang führt — 20 Stunden pro Woche während des Semesters (während der offiziellen Hochschulferien unbegrenzt). [6] [7]
Bewerbung
Belgien hat kein zentrales nationales Bewerbungsportal: Jede Hochschule und jedes der beiden großen Bildungssysteme des Landes – die Flämische Gemeinschaft und die Föderation Wallonie-Brüssel – organisiert Zulassung und Fristen eigenständig. Als Faustregel gilt: Nicht-EU-Staatsangehörige, die ein Studierendenvisum benötigen, müssen sich früher bewerben als EU-/EWR-Bewerbende – an der ULB lief die Bewerbungsfrist für Nicht-EU-Studierende 2026/27 beispielsweise von Mitte Februar bis Ende März, während EU-/EWR-Bewerbende bis zum 30. September Zeit hatten. Studiengänge mit begrenzter Platzzahl für nicht ansässige Studierende ('numerus fixus'), etwa Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder Physiotherapie/Logopädie, haben eigene, frühere Fristen und ein Auswahl- oder Losverfahren. Die genaue Frist der gewählten Hochschule sollte stets auf deren eigener Zulassungsseite geprüft werden. [8] [9] [10] [11] [12]
Bewerbungsportale
Sprache
Nederlands, Français, Deutsch. Belgiens drei Landessprachen sind Niederländisch, Französisch und Deutsch; für das Bildungswesen sind die Flämische, die Französische und die Deutschsprachige Gemeinschaft zuständig. Viele belgische Schulen und Hochschulen bieten außerdem Unterricht auf Englisch an, wie Belgium.be festhält. [13]
Krankenversicherung
Eine Krankenversicherung ist in Belgien für alle Einwohnerinnen und Einwohner Pflicht, auch für internationale Studierende. EU-/EWR-Studierende sind in der Regel über die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) ihres Heimatlandes abgesichert. Nicht-EU-Studierende müssen für ihr Studierendenvisum eine gültige Krankenversicherung nachweisen und sich nach der Ankunft bei einer belgischen Krankenkasse anmelden (einer privaten 'mutualité/mutualiteit' oder der öffentlichen Kasse CAAMI/HZIV); Studierende ohne Einkommen zahlen einen festen Beitrag von rund 78,93 Euro pro Quartal (Stand 2026). Dies sind allgemeine Informationen und keine individuelle Versicherungs- oder Rechtsberatung. [14] [6]
Hochschulen
- KU Leuven, Leuven [1]
- Ghent University, Ghent [12]
- UCLouvain, Louvain-la-Neuve [4]
- Université libre de Bruxelles (ULB), Brussels [8]
- University of Antwerp, Antwerp [10]
Stipendien
- VLIR-UOS ICP Connect Scholarships — Vom belgischen Staat finanzierte Stipendien, verwaltet vom Flämischen Interuniversitären Rat (VLIR-UOS); sie decken Studiengebühren, Reisekosten, Versicherung und Lebenshaltungskosten für englischsprachige Vollzeit-Bachelor-, Master- und Aufbaumasterprogramme an flämischen Hochschulen ab. [16]
- ARES Master's and Internship Scholarships — Stipendien von ARES (Académie de recherche et d'enseignement supérieur), dem Dachverband der französischsprachigen Hochschulen; jährlich rund 150 Master- und 70 Praktikumsstipendien für Staatsangehörige von Partnerländern des Globalen Südens an Hochschulen der Föderation Wallonie-Brüssel (u. a. UCLouvain, ULB, ULiège). [17]
Quellen
- KU Leuven – Tuition fee breakdown 2026-2027 · abgerufen am ↩
- University of Antwerp – Tuition fees 2026-2027 · abgerufen am ↩
- Ghent University – Tuition fee Master's programme 2026-2027 · abgerufen am ↩
- UCLouvain – The amount of tuition fees 2026-2027 · abgerufen am ↩
- ULB – Tuition fees 2026-2027 · abgerufen am ↩
- KU Leuven – Cost of living in Belgium · abgerufen am ↩
- Belgian Immigration Office (IBZ) – Introduced abroad (Visa D) for studies · abgerufen am ↩
- KU Leuven – Specific regulations for non-EEA nationals (working) · abgerufen am ↩
- CAAMI-HZIV – Health insurance for foreign students · abgerufen am ↩
- VLIR-UOS – Scholarships · abgerufen am ↩
- ARES – Académie de recherche et d'enseignement supérieur · abgerufen am ↩
- KU Leuven – Apply · abgerufen am ↩
- University of Antwerp – Admission and enrolment · abgerufen am ↩
- ULB – Submit an application · abgerufen am ↩
- UCLouvain – Enrolment · abgerufen am ↩
- Ghent University – English homepage · abgerufen am ↩
- Coming to study in Belgium - Belgium.be · abgerufen am ↩
