Studiengebühren

Rumänien unterscheidet die Studiengebühren nach Staatsangehörigkeit statt nach einem einheitlichen Landessatz. Laut dem offiziellen staatlichen Portal „Study in Romania“ werden Bürger:innen aus EU/EWR/Schweiz unter denselben Bedingungen wie rumänische Staatsangehörige zugelassen: Wer sich für einen staatlich subventionierten („bugetat“) Studienplatz qualifiziert, studiert gebührenfrei; alle anderen zahlen einen gebührenpflichtigen („cu taxă“) Satz, der normalerweise zwischen 400 und 2.000 Euro pro Studienjahr liegt, wobei leistungs- oder bedarfsabhängige Gebührenerlasse möglich sind. Staatsangehörige außerhalb der EU/des EWR/der Schweiz zahlen dagegen eine gesonderte, direkt in Euro festgelegte „Valuta“-Gebühr, die das Portal „Study in Europe“ der Europäischen Kommission im Durchschnitt auf rund 2.000 bis 5.000 Euro pro Jahr beziffert. Konkrete Hochschulbeispiele für Nicht-EU-Studierende: Die Universität Bukarest verlangt je nach Fakultät 2.500-3.150 Euro pro Jahr für Bachelorprogramme (2026/2027), mit 5-10 % Ermäßigung für Bewerber:innen aus einkommensschwächeren, auf der OECD-Liste geführten Ländern; die Wirtschaftsuniversität Bukarest (ASE) verlangt rund 3.500 Euro/Jahr für den Bachelor, 4.500 Euro/Jahr für die meisten Masterprogramme und 6.500-7.000 Euro/Jahr für die Promotion (2025/2026); die Technische Universität Cluj-Napoca verlangt je nach Fakultät rund 2.100 bis 3.900 Euro/Jahr für Bachelor/Master und bis zu 5.280 Euro/Jahr für Promotionen im Fachbereich Kunst. Manche Privatuniversitäten, etwa die Rumänisch-Amerikanische Universität, berechnen rumänischen/EU- und Nicht-EU-Bewerber:innen dieselbe, in Euro angegebene Gebühr (rund 3.400-3.600 Euro/Jahr). Die Gebühren für Medizin, Zahnmedizin und andere stark nachgefragte englischsprachige Programme liegen typischerweise deutlich über diesen Werten. Vor einer Bewerbung sollte stets die aktuelle, programmspezifische Gebühr direkt bei der Hochschule bestätigt werden. [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7]

Visum

Nationales Langzeitvisum zu Studienzwecken (Typ D), das online über die Plattform eviza.mae.ro beantragt und vor der Einreise von einer rumänischen Botschaft oder einem Konsulat ausgestellt wird; nach der Einreise müssen sich Inhaber:innen innerhalb von 30 Tagen beim Generalinspektorat für Immigration (IGI) melden, um einen Aufenthaltstitel für die restliche Dauer des Studiums zu erhalten. — 4 Stunden pro Tag (Teilzeitarbeit ohne gesonderte Arbeitserlaubnis). [8] [9]

Bewerbung

Rumänien verfügt über kein einheitliches, zentrales Bewerbungsportal: Bewerber:innen bewerben sich direkt bei der gewünschten Hochschule, die nach rund 15 Tagen eine vorläufige Entscheidung trifft; anschließend leitet die Hochschule die Unterlagen an das Bildungsministerium weiter, das weitere 30 bis 60 Tage für die Ausstellung des offiziellen Letter of Acceptance benötigt, der für das Studierendenvisum erforderlich ist. Da das akademische Jahr formal am 1. Oktober beginnt (bis zu diesem Termin müssen ausländische Studierende die Immatrikulation abgeschlossen haben), wird Bewerber:innen aus Nicht-EU-Staaten empfohlen, den Prozess mehrere Monate im Voraus zu beginnen. Für ein rumänisches Regierungsstipendium gilt ein separater, früherer Zeitplan über scholarships.studyinromania.gov.ro: Für das Studienjahr 2025/2026 endete das Bewerbungsfenster beispielsweise am 12. März 2025, die Ergebnisse wurden bis Ende Juni 2025 bekanntgegeben; für die jeweils nächste Aufnahme wiederholen sich vergleichbare Termine jährlich. Einzelne Hochschulen und Erasmus+-Austausche legen zusätzliche eigene Fristen fest, weshalb stets die jeweilige Programmseite geprüft werden sollte. [1] [10] [11]

Bewerbungsportale

Sprache

Romanian. An den meisten öffentlichen Hochschulen ist Rumänisch die Unterrichtssprache, doch Rumänien bietet auch eine erhebliche Zahl vollständig englischsprachiger Studiengänge an, teils auch auf Französisch, Deutsch oder Ungarisch. Das Portal „Study in Europe“ der Europäischen Kommission nennt als Unterrichtssprachen rumänischer Hochschulen „Rumänisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Ungarisch“, und die Programmsuche des staatlichen Portals „Study in Romania“ lässt sich nach mehr als zwei Dutzend Unterrichtssprachen filtern. Englischsprachige Angebote sind besonders häufig in Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Wirtschaft und Ingenieurwesen. Die Babeș-Bolyai-Universität in Cluj-Napoca etwa führt neben rumänisch- und englischsprachigen Programmen eigene Studienlinien auf Ungarisch und Deutsch, was die ungarische und deutsche Minderheit in Rumänien widerspiegelt. [2] [12] [13]

Krankenversicherung

Für die gesamte Aufenthaltsdauer ist eine Krankenversicherung erforderlich; dies wird im Rahmen des Visum- und Aufenthaltstitelverfahrens geprüft. Studierende aus EU, EWR und der Schweiz können in der Regel die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) für medizinisch notwendige Behandlungen nutzen. Laut dem offiziellen Portal „Study in Romania“ sind Nicht-EU-Studierende unter 26 Jahren über die Hochschule im rumänischen öffentlichen Krankenversicherungssystem versichert und erhalten die vollen Leistungen der öffentlichen Gesundheitsversorgung ohne zusätzliche Kosten; ab 26 Jahren ist ein gesetzlich vorgeschriebener monatlicher Krankenversicherungsbeitrag von 49 Lei zu zahlen, zudem ist die Anmeldung bei einer Hausärztin oder einem Hausarzt erforderlich, die bzw. der Basisuntersuchungen durchführt und bei Bedarf an Fachärzt:innen überweist. Dies ist eine allgemeine Einordnung und keine Versicherungs- oder Rechtsberatung; die aktuellen Anforderungen sollten stets bei der zuständigen rumänischen Botschaft/dem Konsulat oder dem International Office der Hochschule bestätigt werden. [1] [8]

Hochschulen

Stipendien

  • Romanian Government Scholarships (Ministry of Foreign Affairs) — Jährliches Stipendienprogramm des rumänischen Staates über das Außenministerium auf Grundlage des Regierungsbeschlusses Nr. 288/1993 für ein Bachelor-, Master- oder Promotionsstudium an akkreditierten rumänischen staatlichen Hochschulen. Es deckt Studien- und Einschreibegebühren, eine monatliche Zulage von 925 Lei, eine Wohnheimunterkunft, eine begrenzte medizinische Versorgung (Notfälle und potenziell endemische Krankheiten) sowie den Nahverkehr zu denselben Bedingungen wie für rumänische Studierende ab, ergänzt um ein rumänisches Sprachvorbereitungsjahr für alle, die es benötigen. Die so geförderten Bachelor- und Masterprogramme werden auf Rumänisch unterrichtet (Promotionsstudien können auch auf Englisch oder Französisch erfolgen); in den letzten Ausschreibungen waren Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie ausgeschlossen. [18] [10] [11]
  • Erasmus+ — EU-Programm zur Förderung von Studierendenmobilität, einschließlich Zuschüssen für Studien- oder Praktikumsaufenthalte an Partnerhochschulen in Europa; rumänische Hochschulen nehmen in großem Umfang als entsendende wie als aufnehmende Einrichtungen an Erasmus+-Austauschen teil. [19]
  • CEEPUS (Central European Exchange Programme for University Studies) — Zwischenstaatliches Austauschprogramm, dem Rumänien als Mitgliedsland angehört; fördert über Hochschulnetzwerke Studien- und Forschungsaufenthalte, Sommerschulen und Intensivkurse an Partnerhochschulen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. [20]

Quellen

  1. Study in Europe – Romania (European Education Area, European Commission) · abgerufen am
  2. EU Immigration Portal – Student in Romania (European Commission) · abgerufen am
  3. Study in Romania – Official Portal (Romanian Ministry of Education) · abgerufen am
  4. Study in Romania – Admission Procedures for EU and Non-EU Students · abgerufen am
  5. Study in Romania – Visa · abgerufen am
  6. Study in Romania – Romanian Government Scholarships Application Platform (Ministry of Foreign Affairs) · abgerufen am
  7. Romanian Ministry of Foreign Affairs (Embassy in Pretoria) – Romanian State Scholarships 2026-2027: Frequently Asked Questions · abgerufen am
  8. Romanian Ministry of Foreign Affairs (Embassy in Colombo) – Scholarship Programme for Foreign Citizens, 2025-2026 Academic Year · abgerufen am
  9. University of Bucharest – Official Website · abgerufen am
  10. University of Bucharest – Details about Fees and Admission Criteria (Non-EU Students) · abgerufen am
  11. University of Bucharest – Tuition Fees for Bachelor's Degree (Non-EU Students), 2026/2027 · abgerufen am
  12. Bucharest University of Economic Studies (ASE) – Admission Fees and Tuition Fees · abgerufen am
  13. Technical University of Cluj-Napoca – International Relations: Fees · abgerufen am
  14. Romanian-American University – Tuition Fees and Finances · abgerufen am
  15. Babeș-Bolyai University – Official Website · abgerufen am
  16. National University of Science and Technology POLITEHNICA Bucharest – Official Website · abgerufen am
  17. Carol Davila University of Medicine and Pharmacy, Bucharest – Official Website · abgerufen am
  18. Alexandru Ioan Cuza University of Iași – Official Website · abgerufen am
  19. Erasmus+ – What is Erasmus+ (European Commission) · abgerufen am
  20. CEEPUS – Central European Exchange Programme for University Studies (official programme site) · abgerufen am